Archive for the ‘Wahrnehmung’ Category

Was der Kopf so alles kann

Mittwoch, September 10th, 2008

 Ich habe gerade einen Artikel im MSN gelesen, der ansatzweise beleuchtet, was wir mit unserer Einstellung für einen Einfluss auf unser Leben haben oder auch nicht. Wen es interessiert:

http://weltderwunder.de.msn.com/mensch-und-natur-article.aspx?cp-documentid=9450339

Und bei der Gelegenheit: „Der Trost der Philosophie“ ist als Buch empfehlenswert, wenn ich die alten Denker neu kennen lernen und neue Aspekte in schwierigen Lebensphasen entdecken möchte.

Einen sonnigen Tag und entspannte Gedanken wünscht

Martin Siebel

Die kreative Pause

Sonntag, Oktober 21st, 2007

Ein zentraler Dreh und Angelpunkt bei meinen Betrachtungen des Phänomens Stress ist die Bedeutung der Fähigkeit, Muster unterbrechen und neue Wege gehen zu können.

Um das zu üben – denn in der Regel wird im Laufe unseres Lebens diese Fähigkeit geringer – findet ihr hier Links zu verschiedenen Dateien, die Euere kreatives Potential aktivieren können:

Beim Spielen mit Quadraten (material-spiel-quadrate.ppt) geht es darum, die verschiedenen Quadrate umzugestalten: zum Schachbrett, einer Fensterfront oder einer Monitorwand – eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Gleiches gilt für das Spielen mit Kreisen (material-spiel-kreise.ppt).

Beim Spiel mit Textreihen verfollständigt ihr die Anfangs und Endbuchstaben zu sinnvollen Wörtern oder Sätzen (material-spiel-textreihe.doc).

Abgesehen davon, dass dies „Lockerungsübungen“ für euer Gehirn sind und herrlich zum Abschalten von akutem Stress geeignet sein können, trainiert ihr dadurch eure Fähigkeit, aus herkömmlichen Denkmustern auszubrechen und tut
etwas für eure mentale Flexibilität – Dehnungsübungen für’s Gehirn also.

Viel Spaß beim „sporteln“ wünscht euch Martin Siebel

Pausenknüller

Sonntag, Oktober 21st, 2007

Manchmal freue ich mich in der Pause über etwas Ablenkung. Seit der WM im letzten Jahr hat mich, den Ex-Handballer, dabei der Fußball-Virus befallen. Von den Athleten und Funktionären dieses Lagers werden immer wieder Sternstunden der deutschen Sprache überliefert, die mir Freude machen. Urteilt selbst:

  • Some people believe football is a matter of life and death. I’m very disappointed with that attitude. I can assure you it is much, much more important than that. (Bill Shankly)
  • Ich hatte noch nie Streit mit meiner Frau. Bis auf das eine Mal, als sie mit auf’s Hochzeitsfoto wollte. (Mehmet Scholl)
  • Dazu sag ich nur ein Wort: vielen Dank! (Horst Hrubesch)
  • Wenn der Mann in schwarz pfeift, kann der Schiri auch nix mehr machen! (Andi Brehme)
  • Ich glaube, dass der Tabellenerste jederzeit den Spitzenreiter schlagen kann. (Berti Vogt)
  • Was nützt die schönste Viererkette, wenn Sie anderweitig unterwegs ist. (Johannes B. Kerner)
  • Abseits ist, wenn dat lange Arschloch (Günther Netzer!) mal wieder zu spät abspielt!!“ (Hennes Weisweiler)
  • Läbbe gäht weiter!! D.Stepanovic
  • Zwei Chancen ein Tor. Das nenne ich hundertprozentige Chancenauswertung. (Roland Wohlfahrt)
  • Der Rizitelli und ich sind schon ein tolles Trio, ….äh Quartett. (Jürgen Klinsmann)
  • Erster Paß, gleich scheiße!! (Stepi nach 1.Training bei Eintr.Frankfurt)
  • Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß! (Andy Brehme)
  • „Du siehst ja aus, als sein ne Hungersnot ausgebrochen“ „Und Du als seist Du schuld daran.“ (Calli zu Willi Lemke)
  • Ich sehe in der Bundesliga Spieler, denen springt beim Stoppen der Ball weiter vom Fuß, als ich ihn jemals schießen konnte. (Horst Köppel)
  • Ich glaube nicht, daß irgendwer größer oder kleiner ist als Maradonna. (Kevin Keegan)
  • Es war als würde ich im Ausland spielen. (Ian Rush über seine Zeit bei Juve)
  • Ich denke, wenn die Geschichte sich wiederholt, können wir nochmals das gleiche erleben. (Terry Venables)
  • Soll ich etwa ein Lagerfeuer im Wohnzimmer machen? (Anthony Yeboah – auf die Feststellung des „Kicker“, er wohne „wie ein Deutscher Musterbürger“)

Wie kann ich Dinge wahrnehmen? Welche Haltung kann ich einnehmen?

Dienstag, Oktober 16th, 2007

Vielleicht kennt Ihr das Video von Randy Pausch ja schon, dem todkranken Professor, der Mitte September 07 seine letzte Vorlesung hält und persönliche Dinge erzählt.

Mir war es jedenfalls unbekannt, als ich es vor wenigen Tagen das erste Mal gesehen habe. Und es hat mich beeindruckt. Sehr beeindruckt.

Seinem eigene Tod – der uns ja alle früher oder später begegnen wird – so fröhlich ins Angesicht zu blicken, hat mich erfreut und darin bestärkt entspannter an die Dinge heranzugehen.

 Für alle, die sich einen eigene Eindruck verschaffen wollen, hier der Link:

http://video.google.com/videoplay?docid=362421849901825950&hl=en

Für mich sind das 1,5 Stunden, die sich lohnen.

Viel Freude im Leben wünscht Martin Siebel

P.S. Unter http://www.muellerkonzept.de/blog/archives/506#more-506 findet der Interessierte auch einen Link zum Redemanuskript.

Achtsamkeit

Dienstag, September 25th, 2007

Achtsamkeit ist eines meiner Themen. Und doch scheitere ich an diesem Anspruch immer wieder. gerade jetzt, keine 8 Meter von mir hat es den Anschein, als fände gerade statt:

A) ein Tupperware Treffen der steirischen Top-Seller,
B) die Vorwahl der lokalen Landfrauen zur zukünftigen Schützenköniging,
C) die inoffizielle Vorkür der Miss Frisur 2008 in der offenen Klasse oder
D) ein lokales Zusammenkommen südösterreichischer Hornussen-Fans.

Was passiert da bloß?

Und ich grüble und schreibe darüber – anstatt einfach hinzugehen und zu fragen,  oder mich statt dessen auf mich im Hier und Jetzt zu konzentrieren. Abgelenkt, mal wieder richtig abgelenkt.

Meine Bitte an Euch: Macht es anders als ich: Wahrnehmen, beobachten und gegenwärtig sein. Danke!

Schlafen in Österreich

Montag, September 24th, 2007

Über die vergangene Nacht hätte ich mich ärgern können: zur Information, meinereiner ist beruflicherseits gerade in Österreich, in der Nähe von Klagenfurt. (deshalb auch Neues nur zeitversetzt und sporadisch im Blog!)
Alles war geplant – scheinbar gut geplant: Flug fix, Mietwagen parat, Hotel im Sack. Kurz: Mein Name ist Blond, Martin Blond. Aber was ist passiert: Flug verspätet, Mietwagen nur noch gerade so bekommen, müde gewesen und verfahren, Hotel bei Ankunft dicht. Resultat: im Auto geschlafen und gefroren.

Ich könnte also mit Fug und Recht sauer sein: auf die Welt, auf mich, das Wetter, meine Unachtsamkeit.

Die Liste ließe sich beliebig verlängern.

Glücklicherweise gab es heute morgen um kurz nach sechs aber schon einen Latte Macciato, ein strahlendes Lächen einer Kellnerin, im Hintergrund ein wenig Wiener Schmäh und im Radio Herrn Haydn. Alles Dinge, die ich sonst nicht so bewußt erleben hätte dürfen.

Also, was soll mir heute noch passieren? Der Tag wird bestimmt wunderbar.

Einfach mal nachgefragt

Mittwoch, September 19th, 2007

Wir kennen alle die Situation: Da klagt jemand über Stress und Belastung. Dieses ist ihm zu viel, jenes zu schwer und überhaupt ist alles gar nicht zu schaffen. Manchmal liegt mir dann eine Frage auf der Zunge, zum Beispiel:

– Musst Du sterben, wenn du es tust?
– Musst Du sterben, wenn du es nicht tust?
– Hilft es Dir dabei, berühmt / reich / weise … zu werden?
– Hält es Dich davon ab,  berühmt / reich / weise … zu werden?
– Was würde der Dalai Lama / der Papst … an Deiner Stelle tun?
– Was würden Dir Deine Kinder raten?
– Tut es Dir gut, Dich so aufzuregen?
– Wärst Du nicht schon fertig damit, wenn Du nicht so klagen würdest?
– …

Meistens stelle ich diese Fragen nicht, sie erscheinen mir dann zu direkt. Würde ich sie aber stellen und würde das Gegenüber zuhören, dann wäre die Reaktion oft ein Innehalten, Nachdenken und Entspannung. Diese Fragen haben also das Potential, die momentane Sicht der Dinge „aufzurütteln“.

Nun glaube ich, das jeder Mensch solche Fragen kennt. Und das es gut ist, möglichst viele dieser Fragen zu kennen. Denn nicht jede Frage ist für jeden Menschen gleich gut geeignet. Also: ich warte auf Eure Fragen! Wie lauten Sie, Eure „sprachlichen Bremsklötze“ für stressige Momente? Denn eins ist ja wohl klar: Diese Fragen können auch mir und euch persönlich helfen, unsere Sicht der Dinge zu verändern.

Der Spieß mal umgedreht

Dienstag, September 18th, 2007

Beim Bestreben, mehr Wahlmöglichkeiten in sein Leben zu integrieren, kann es hilfreich sein, vom Beispiel anderer zu lernen.

Unter http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/931/132689/ findet ihr einen Artikel über ein Buch, dessen Inhalt mir Freude macht. Darin schreibt der Autor Absagen auf Stellenanzeigen, die er in seiner Tageszeitung gefunden hat. Als höflicher Mensch weist er darauf hin, nicht für alle Unternehmen tätig sein zu können. Schaut mal rein, es ist wirklich zum Schmunzeln.

Mit andren Augen sehen 1

Sonntag, September 16th, 2007

Wenn ich meine Wahrnehmung der Welt verändern möchte, brauche ich andere Standpunkte. Denn die verändern Perspektiven.

Deshalb, quasi als Online-Übungsaufgabe, folgende Parameter zur Standpunktverschiebung:

Stellt euch vor, ihr lebt in einem Land, in dem 1 Liter Wasser 20 Cent kostet. 1 Liter Milch 70 Cent, 1 alkoholfreies Beck’s 40 Cent (ich weiß nicht genau ob 0,5 oder 0,33 Liter).  1 Fladenbrot gibt es für 40 Cent, einmal volltanken ist preiswert, denn der Liter Benzin kostet nur 25 Cent! 1 Kilo Tomaten schlagen mit 30 Cent zu Buche und ein Kath-Rausch kostet 2 Euro. Eine junge Ziege für 65 Euro oder 1 junges Kamel für 650 Euro sind erheblich teurer als Kulturgenuss, denn 1 mal Kino gibt es schon für 40 Cent und 1 Musikkassette für 60 Cent. Und auch Sicherheit fördernde Maßnahmen lassen sich scheinbar einfach ergreifen: Der Krummdolch für 7 Euro oder die Kalaschnikow ab 200 Euro sind überall erhältlich.

Dieses Land ist der Jemen.

Was meint ihr? Wie wüde ein Jemenit eure Situation wahrnehmen? Was würde er an eurer Lage bedauern, um was würde er euch vielleicht beneiden?

Und für alle diejenigen von euch, die etwas mehr über einen Menschen im Jemen erfahren möchten, hier ein Link zu Brand1, dem Wirtschaftsmagazin meiner Wahl:

http://www.brandeins.de/home/inhalt_detail.asp?id=2194&MenuID=130&MagID=83&sid=su81173147606521746&umenuid=1

Stromausfall

Donnerstag, September 6th, 2007

Ich durfte heue morgen meinen großen Sohn zur Schule fahren: ein Schaden an der Oberleitung legte die UBahn lahm.

Als wir die Haltestellen passierten und die Menschenmassen beobachteten, die auf dem Weg zur Arbeit waren und nicht weiterkamen, ist mir aufgefallen, wie verbissen viele Gesichter waren. Genausogut hätten sie doch auch entspannt und neugierig schauen können, wie sie jetzt wohl zur Arbeit kommen würden, was sie erleben würden, wer sich mit ihnen auf den Weg zum Taxi machen würde, was man aus so einer – unfreiwilligen – Pause so machen könnte,  …

Wenig davon war zu spüren, eher Hektik und Anspannung. Dabei ging bzw. fuhr doch nichts mehr und Entspannung und Gelöstheit wären hilfreicher gewesen Lösungen zu finden.